Förderpreis des Freundeskreises Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen

Seit seinen Anfängen war es dem Spendhaus immer ein Anliegen, neue Talente im Bereich des Hochdrucks zu finden und durch Ausstellungen zu fördern. So wurden bereits in den 1980er-Jahren wichtige Holzschnitt-Künstler wie etwa Martina Geist oder Matthias Mansen vom Kunstmuseum quasi entdeckt. Auch in den vergangenen Jahren richtete das Kunstmuseum immer wieder jungen Künstlern, die innovativ mit dem traditionsreichen Medium Holzschnitt umgehen, ihre erste museale Einzelpräsentation aus, so etwa Jan Brokof oder Benjamin Badock. Der Spendhaus-Freundeskreis will nun mit der Stiftung eines Holzschnitt-Förderpreises das Profil des Kunstmuseums gerade in Hinblick auf junge Künstler noch weiter stärken.

Der Förderpreis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro und mit einer Ausstellung im Kunstmuseum samt Katalog verbunden. Der Preis, der in Zukunft alle zwei Jahre vergeben werden soll, wird vom Freundeskreis und einem jeweils neu zu findenden Sponsor gemeinsam finanziert. 2017 konnte dafür die raff media group in Riederich gewonnen werden. Außerdem hat sich der Freundeskreis für ein besonderes Auswahlverfahren entschieden. Der jeweilige Preisträger wird nicht von einer Jury ermittelt. Stattdessen soll immer eine im Bereich des Holzschnitts renommierte Künstlerpersönlichkeit als alleiniger Preisrichter agieren. Für die erste Auflage des Preises konnte der Hamburger Maler Gustav Kluge (*1947) gewonnen werden. Kluge, der lange an der Karlsruher Akademie lehrte, vertritt mit seinen Holzdrucken und seinen bemalten Druckstöcken eine ganz unverwechselbare Position im zeitgenössischen Hochdruck. Nach verschiedenen Atelierbesuchen hat der Künstler schließlich Jennifer König (*1984) als Preisträgerin ausgewählt.  Am 5. Mai wird der Künstlerin, die derzeit noch an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert, der neue Kunstpreis im Kunstmuseum Spendhaus im Rahmen der Eröffnung einer Ausstellung mit ihren Werken übergeben.